Aminosäuren

Aminosäuren sind als Bausteine von Proteinen zu sehen. Es sind bisher 22 proteinogene Aminosäuren bekannt. Auserdem sind noch 250 nicht-proteinogene also natürliche Aminosäuren mit biologischen Funktionen bekannt. Es konnten auch Aminosäuren auf Kometen oder Meteoriten nachgewiesen werden.

Definition von Aminosäuren

Fast ein fünftel des menschlichen Körpers besteht aus Proteinen. Proteine werden in unserem Körper aus Aminosäuren gebildet. Aminosäuren unterstützen den Körper beim Wachstum und unterstützen den Stoffwechsel in unserem Körper wichtig, sie schützen unseren Körper auf vor vielen Giftstoffen und Krankheiten. Dank der Aminosäuren ist unser Körper vital und gesund.

Neben den wichtigen proteinbildenden Aminosäuren verfügt der Körper auch noch über die sogenannten „Nicht-proteinogenen-Aminosäuren„. Diese sind im Körper dafür verantwortlich, dass zum Beispiel Zucker gebildet werden kann.

Hinweis: Insgesamt verfügt der menschliche Körper über 20 proteinogene und 250 nicht-proteinogene-Aminosäuren. Jede Aminosäure hat eine andere Aufgabe damit der Körper sich vital und gesund fühlen kann.

kapselnAllerdings können Aminosäuren nur Proteine bilden und richtig wirken, wenn der gesamte Körper im Gleichgewicht ist. Nimmt man zu einer ausgewogenen Ernährung auch noch Nahrungsergänzungsmittel in Form von Aminosäuren ein, so schützen diese unseren Körper vor Müdigkeit, depressiven Stimmungen und Konzentrationsschwächen. Ferner verbessern sie die Leistungsfähigkeit, sowie die Herzleistung und die Regeneration nach dem Sport geht auch um ein vielfaches schneller und man fühlt sich viel schneller wieder vital und gesund.

Ist der Aminsoräurengehalt im Körper nicht im Gleichgewicht, fühlt der Körper sich nicht mehr gesund und vital. Um an die benötigten Aminosäuren zu gelangen greift der Körper auf Reserven, in Haaren, Muskeln und in der Haut, zurück.
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Individueller Bedarf von Aminosäuren

Das Eiweiß, welches wir über den Tag verteilt zu uns nehmen, wird im Körper in Aminosäuren zerlegt. Von hier aus gelangen die Aminosäuren in die Blutbahn und anschließend in die Leber, wo sie wiederum in Proteine umgewandelt werden. Der Bedarf an Eiweiß und an Aminosäuren ist bei jedem Menschen verschieden. Der Bedarf richtet sich ganz nach der körperlichen und geistigen Aktivität.

Welche Lebensmittel sind reich an Aminosäuren?

Aminosäuren – sie sind lebenswichtig für unseren Körper und haben darüber hinaus auch noch etliche positive Eigenschaften. Einige Aminosäuren kann unser Körper nicht selbst produzieren, die sogenannten essentiellen Aminosäuren. Aus diesem Grund müssen wir diese über die Nahrung aufnehmen. Doch welche Lebensmittel sind besonders reich an Aminosäuren? Um Ihnen dabei zu helfen und einen Überblick zu schaffen werden die essentiellen Aminosäuren vorstellen und auflisten in welchen Lebensmittel diese besonders häufig vorkommt.

  1. Lysin → Lysin ist an der Zellteilung beteiligt und hilft darüber hinaus noch Herz-Kreislauf Erkrankungen vorzubeugen. Besonders häufig vorzufinden ist Lysin in Fleisch, Ei, Milch oder auch Fisch.
  2. Tryptophan → hilft besonders gut bei Stress. Ist vorzufinden in Fleisch, speziell Reh, Hirsch, Schwein oder auch Pute
  3. Valin → fördert den Aufbau von Muskelmasse. Ist unter anderem enthalten in Hähnchen, Rinderfilet oder auch Haferflocken
  4. Methionin → ist zuständig für den Muskelaufbau und Stärkung des Immunsystems. Besonders Fisch, Fleisch und Milchprodukte im Allgemeinen sind besonders reich an Methionin
  5. Phenylalanin → hilft bei Depressionen. Hoher Anteil in Fleisch/Wurst und Käse sowie Eiern.
  6. Isoleucin → wird bei der Ahornsirupkrankheit angewandt. In Hähnchenbrustfilet, Erbsen oder auch Rindfleisch sehr stark vorzufinden
  7. Threonin → findet Verwendung bei Verdauungsproblemen. In Hähchenbrustfilet, Rindfleisch und Erbsen in besonders hohen Mengen vorzufinden
  8. Leucin → wichtig für den Aufbau und Erhalt von Muskeln. Vorzufinden in Hähnchenbrust, Lachs, Rindfleisch oder auch Walnüsse

Aminosäuren für den Muskelaufbau

bauchtrainingViele die im Bereich Bodybuilding, Fitness oder Sport allgemein tätig sind werden wissen wie wichtig Aminosäuren für den Körper sind und was für einen hohen Stellenwert sie besitzen bezüglich des Muskelaufbaus. Doch warum haben Aminosäuren so eine große Bedeutung beim Muskelaufbau? Aminosäuren sind Bausteine von den Proteinen. Also eine Art Kette kann man sagen, bilden viele Aminosäuren ein Protein. Aminosäuren bzw. Proteine sind sehr beliebte Nahrungsergänzungsmittel, gerade weil man es nicht immer schafft durch gesunde und ausgewogene Ernährung den Tagesbedarf zu decken.*

Was sind BCAAs?

Besonders beliebt und Bodybuildern bzw. Kraftsportlern sind die sogenannten BCAAs. BCAA ist eine Abkürzung und steht für Branched-Chain Amino Acids, auf deutsch also verzweigtkettige Aminosäuren. BCAAs gehören zu den oben genannten essentiellen Aminosäuren, also diejenigen, die der Körper nicht selbstständig herstellen kann. Zu diesen gehören Leucin, Isoleucin und Valin. Diese Aminos werden im Gegensatz zu anderen direkt in den Muskeln aufgenommen und nicht wie andere über die Leber. Die Vorteile von BCAAs sind ganz klar. Sie unterstützen den Muskelaufbau, wirken dem Proteinabbau während einer Diät entgegen und sind für die Energiebereitstellung zuständig.

Ein klarer Vorteil von BCAAs als Nahrungsergänzungsmittel ist, dass alle 3 Aminosäuren also Leucin, Isoleucin und Valin gleichzeitig aufgenommen werden. Dies verspricht nämlich den größten Erfolg für den Muskelaufbau.

Mehr Informationen bezüglich Aminosäuren beim Muskelaufbau findet man hier.

Aminosäuren zum Abnehmen

JoggenAminosäuren sind, wie schon zuvor erwähnt, sehr vielseitig und helfen nicht nur beim Muskelaufbau, sondern ebenso beim Abnehmen. Doch wie funktioniert das eigentlich? Wieso und vor allen Dingen wie helfen Aminosäuren beim Abnehmen?

Zunächst muss man erklären woran es liegt, dass wir ab- oder eben zunehmen. Im Prinzip wird dies durch die Hormone bestimmt. Durch die Einnahme von bestimmten Aminosäuren wird der Organismus angeregt bestimmte Hormone zu produzieren, die für das Abnehmen zuständig sind.

Welche Aminosäuren helfen?

Das wohl wichtigste Hormon, welches dem menschlichen Körper hilft abzunehmen ist das Wachstumshormon STH, dies steht für somatotropes Hormon. Dieses Hormon hilft dem Körper bei der Fettverbrennung

Arginin, Glutamin und Methionin sind die Aminosäuren, welche für die Produktion von solchen fettverbrennenden Hormonen zuständig sind. Eine weitere interessante Aminosäure bezüglich des Abnehmens ist Carnitin. Denn Carnitin fördert nicht nur den Muskelaufbau, sondern ebenso das Abnehmen, denn es hilft bei der Verbrennung der im Körper vorhandenen Fettreserven.

Bewegen Sie sich selbst!

Aber selbstverständlich muss man sagen, dass Aminosäuren kein Wundermittel sind. Zum erfolgreichen Abnehmen gehören mehrere Faktoren dazu. Natürlich muss man um die Ziele zu erreichen auch auf eine gesunde Ernährung achten, dazu ist natürlich auch klar von Vorteil wenn ma am besten noch Sport betreibt.

Wie Aminosäuren beim Abnehmen helfen können: Hier weitere Informationen.

Chemische Formeln der Aminosäuren

BezeichnungAbkürzungKürzelFormel
Alanin
alaAHOCCH(NH)CH
ArgininargRC6H14N4O2
AsparaginasnNC4H7NO4
AsparaginsäureaspDC4H7NO4
CysteincysCC3H7NO2S
GlutaminglnQC5H10N2O3
GlutaminsäuregluEC5H9NO4
GlycinglyGC2H5NO2
HistidinhisHC3H3N2CH2(NH2)COOH
IsoleucinileIHOCCH(NH)CH(CH)CHCH
LeucinleuLC6H13NO2
LycinlisKC6H14N2O2
MethioninmetMC5H11NO2S
PhenylalaninpheFC9H11NO2
ProlinproPC5H9NO2
SerinserSHO2CCH(NH2)CH2OH
ThreoninthrTHO2CCH(NH2)CH(OH)CH3
TryptophantrpWC11H12N2O2
TyrosintyrYC9H11NO3
ValinvalVC5H11NO2

Mit Hilfe dieser Tabelle kann abgelesen werden, welche chemischen Formeln die einzelnen Aminosäuren besitzen. Zusätzlich werden auch die Abkürzungen in der Tabelle dargestellt.

Der genetische Code

Der genetische Code beinhaltet kombinatorische Regeln zur Proteinbildung. Grundlage für den in der Natur vorkommenden Code sind die sogenannten Basentripplets, welche in der Lage sind proteinogene Aminosäuren zu kodieren. Beim genetischen Code handelt es sich also um eine biologische Regel, nach der die Sequenzen von Basenparen der DNA in eine parallel entsprechende Abfolge bzw. Sequenz von Aminosäuren übertragen werden.

Universale Coderegeln

Die Nukleotidbasen bilden in der DNA ein einfaches Alphabet aus vier Buchstaben, welches die Aminosäuren aus den Proteinen codieren kann. Die genetischen Codes bestehen also aus Codeworten – den sogenannten Codons, wobei jeder Codon eine Sequenz von Nukleotid-Basenpaaren darstellt bzw. eine bestimmte Aminosäure codiert.

Bei vielen Organismen ist das grundlegende Mechanismus des genetischen Codes eigentlich sehr ähnlich. Sobald die Aminosäurensequenz bekannt ist, kann die entsprechende DNA Sequenz isoliert werden, und zum Beispiel in eine Bakterienzelle (sogenanntes Wirtsorganismus) eingebracht werden, um dadurch das gewünschte Protein zu produzieren.

Aminosäuren als Protein-Bausteine

Unter dem genetsichen Code versteht man also nicht nur den Code selbst, sondern eigentlich alle Regeln, aufgrund derer die Sequenz der DNA in eine Aminosäuresequenz übersetzt wird. Eine bestimmte Aminosäure besteht aus einer Abfolge von drei DNA-Basen und gilt als ein Baustein der Proteine.

Demnach kann aus einem Gen (also einem DNA-Abschnitt) der ganze Bauplan des Proteins abgelesen, und später umgesetzt werden. Da der genetische Code universell ist, gilt er auch für alle Lebewesen.

Von der DNA-Sequenz zur Aminosäuresequenz

Als eine DNA-Sequenz bezeichnet man die eigentliche Abfolge der einzelnen Basen, im DNA-Strang. Die DNA-Basen sind:

  • Adenin (A),
  • Thymin (T),
  • Cytosin (C)
  • Guanin (G).

Die Dreiergruppen (auch als Codons, Tripplets oder Nukleobasen bezeichnet), die aufeinander folgen und sich in der Nukleinsäure befinden, werden nach dem genetischen Code in entsprechende Aminosäuren übersetzt. Einzelne Codons bzw. Basentripletts können dann zum Beispiel so aussehen: ATG/AUG, CGC, AAT/AAU.

Die gesamte DNA einer Zelle kann man sich als ein Buch vorstellen, wobei die Codons eigentlich für Wörter stehen. Ein Gen besteht also aus einer Vielzahl solcher Codons, und kodiert sowohl den Beginn als auch das Ende eines Gens, und zudem auch eine der 20 Aminosäuren, aus welcher Zellenproteine hergestellt werden. Es besteht also ein direkter und fester Zusammenhang zwischen den Nukleotidsequenzen in der DNS, und den Aminosäuresequenzen in Proteinen.

Die Code Sonne zur Proteinbiosynthese in der Genetik

Genetischer-Code-Sonne

Die Code Sonne ist eine grafische Darstellung und wurde erstmals 1972 eingeführt, um die Proteinbiosynthese in der Genetik nachvollziehen zu können.

Anhand der Codesonne wird veranschaulicht, wie die Basentripletts der mRNA in die zugehörige Aminosäure übersetzt wird. Die Code Sonne ließt sich von Innen nach außen. Im äußeren Teil der Code Sonne befinden sich die zahlreichen unterschiedlichen Aminosäuren, wohingegen sich die mRNA im Inneren der Codesonne befindet.

Wie schon erwähnt wird die Codesonne von innen nach außen gelesen. So erhält man  z.B. bei der Basenabfolge UCA die Aminosäure Serin.

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