L-Glutaminsäure

l-glutaminsaeure

L-Glutaminsäure ist eine bei Weitem unterschätzte Aminosäure. Auch wenn sie nicht essentiell ist, ist Glutaminsäure ein wichtiger Eiweißlieferant.

Der Markt ist prall gefüllt mit recht nutzlosen Nahrungsergänzungsmitteln, aber nicht alle verdienen es als sinnlose Geldverschwendung abgestempelt zu werden. So zum Beispiel der Stoff „L-Glutaminsäure“ Ein fester, weißer Stoff, welcher ein wichtiger Baustein im gesamten Zellstoffwechselsystem des Körpers darstellt. Er kommt in Proteinen vor, und ist außerdem in jeder Eiweißhaltigen Kost mehr oder weniger stark vorhanden. Er wird also prinzipiell von nahezu jedem Menschen automatisch, mit der täglichen Ernährung eingenommen.

  1. Glutaminsäure ist ein beschleunigender Botenstoff und liegt in hoher Konzentration im Muskelgewebe vor.
  2. Glutaminsäure ist eine der drei Aminosäuren, aus denen Glutathion, ein überaus wichtiger Radikalfänger, besteht.
  3. Glutamat ist für die Verteilung von Stickstoff (N) im Organismus zuständig und hat so eine verantwortungsvolle Position im Stoffwechsel.
  4. Glutaminsäure kann Ammoniak entgiften, da es Glutamin bildet. Glutamin ist völlig ungiftig.

Zusammengefasst kann es folgende Substanzen bilden:

  • Gaba
  • Ornithin und in weiterer Folge Arginin
  • Glukose (Traubenzucker) zur Energiegewinnung
  • Glutathion
  • Stimuliert die Insulin-Ausschüttung

Geschichte von L-Glutaminsäure

Die Substanz wurde im Jahre 1866 von dem deutschen Chemiker Karl Heinrich Leopold Ritthausen entdeckt.

Bedarf von L-Glutaminsäure

L-Glutaminsäure dient dem menschlichen Körper als Proteinbaustein und bildet wichtige Aminosäuren.

MuskelgewebeDadurch, und vor allem aufgrund der positiven Wirkung auf das zentrale Nervensystem ist er für den Körper nahezu unverzichtbar, und stellt einen nicht unerheblichen Bestandteil im Körper dar. Auch etwa Vegetarier müssen sich über ausreichendes Vorhandensein in Ihrem Körper keine Sorgen machen. Lebensmittel wie Reis, oder Hühnereier und Nüsse enthalten reichlich L-Glutaminsäure.

Nicht unbedingt notwendig, jedoch unterstützend wirkt der Stoff auch im Sport. Viele Leistungssportler, wie zum Beispiel Kraft und Ausdauerathleten setzen darauf. Es wird eine Muskelaufbau beschleunigende Wirkung vermutet, diese jedoch ist umstritten. Und wenn Sie eintritt dann lediglich in sehr eingeschränktem Maße. Eher spürbar, sollte der positive Effekt auf das Immunsystem sein, welcher eventuell die Regeneration und allgemeine Fitness, natürlich in einem gewissen Rahmen, verbessern kann.

Vorkommen von Glutamin in Lebensmitteln

LebensmittelGesamtproteinGlutaminsäureAnteil
Rindfleisch, roh21,26 g3191 mg15,0 %
Hähnchenbrustfilet, roh23,09 g3458 mg15,0 %
Lachs, roh20,42 g 2830 mg 13,9 %
Hühnerei12,58 g1676 mg13,3 %
Kuhmilch, 3,7 % Fett 3,28 g 687 mg20,9 %
Walnüsse15,23 g 2816 mg18,5%

Wirkung von Glutaminsäure

Schlussendlich muss jeder selbst entscheiden, ob er seinem Körper zur normalen Nahrung zusätzlich L-Glutaminsäure zuführen möchte. Schädlich ist eine Dosierung leicht über dem Körperbedarf sicherlich nicht. Aber ob man nun einen Nutzen daraus zieht, ist recht individuell verschieden. Gerade für Sportler aber, ist es sicher eine nützliche Sache, dem hoch beanspruchten Körper etwas Unterstützung zu bieten.

Glutamat als Geschmacksverstärker

Der Unterschied zwischen Glutamat und Glutaminsäure ist kein großer. Glutamat ist das Salz der Glutaminsäure, Glutamin ist wiederrum das Amin der Glutaminsäure.

Sie sind im wesentlichen gleichbedeutend.

Natrium-Glutamat wird sehr häufig als Geschmacksverstärker eingesetzt. Als Botenstoff im Gehirn kann Glutamat die Blut-Hirn-Schranke ohne weiteres überwinden und bewirkt dort dann einen akuten Überhang an bahnenden Botenstoffen. Das kann nun dazu führen, dass man ein übersteigertes Hungergefühl hat und dann mehr isst, als dem Bedarf entspricht

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