L-Methionin

L-Methionin ist eine proteinogene, essentielle und schwefelhaltige Aminosäure. Der menschliche Körper kann diese wichtige Aminosäure nicht selber herstellen und ist aus diesem Grund auf eine zusätzliche Einnahme durch spezielle Nahrungsmittel angewiesen. L-Methionin kommt in der Regel in den Proteinen aller bekannten Lebewesen vor und ist neben Cystein die einzige schwefelhaltige und proteinogene Aminosäure. Die Aminosäure wird vom menschlichen Körper nur abgebaut, wenn ein Überschuss an L-Methionin vorhanden ist. Der enthaltende Schwefel wird bei einem Abbau zu Schwefelsäure oxidiert und anschließend über die Nieren ausgeschieden.

Der tägliche Bedarf an L-Methionin

Der Bedarf an dieser Aminosäure richtet sich natürlich stark nach der individuellen Situation, in der Regel benötigt der menschliche Körper pro Tag eine Menge von 13 bis 16 mg L-Methionin pro Kilogramm an Körpergewicht. Für einen normalen Erwachsenen liegt der ausreichende Bedarf bei etwa bei 21 mg L-Methionin pro Kilogramm Körpergewicht.

Die Eigenschaften von L-Methionin

L-Methionin spielt eine sehr wichtige Rolle bei vielen verschiedenen Prozessen im menschlichen Körper. Der enthaltene Schwefel ist essenziell wichtig für den Aufbau von jeder Art von Stoffgewebe und wird vom Körper regelmäßig benötigt. Auch Haare und Nägel benötigen den Schwefel, um wachsen zu können. L-Methionin ist in besonders großen Mengen in Fisch, in Ei, in Mais und auch in Leber enthalten.

Die Wirkung von L-Methionin

Besonders aktiv wirkt diese essentielle Aminosäure im Gehirn und in der Leber. Verwendung findet die Aminosäure bei zahlreichen Krankheiten wie zum Beispiel bei verschiedenen Allergien, bei Arthrose, bei Depressionen, bei Harnwegsinfektionen und bei der Entgiftung. L-Methionin regt die Produktion von Östrogen an und wirkt auch positiv bei einer Verfettung der Leber. Ein Mangel an L-Methionin führt unter Umständen zur Bildung von Ödemen und macht die Betroffenen anfälliger für Infektionen.