L-Tryptophan

L-Tryptophan ist eine proteinogene ?-Aminosäure, diese besitzt ein aromatisches Indol Ringsystem und zählt somit zu den aromatischen Aminosäuren. Tryptophan ist eine essenzielle Aminosäure, kann vom Körper nicht produziert werden und muss somit durch die Nahrung zusätzlich aufgenommen werden. L-Tryptophan ist ein wichtiger Bestandteil von Proteinen und Peptiden und kommt vor allem in Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Weizen und Hühnerei vor.

Eigenschaften von L-Tryptophan

Die Aminosäure ist aromatisch und lipophil, aus diesem Gründen löst sie sich sehr schlecht in Wasser auf. Der isoelektrische Punkt von L-Tryptophanliegt bei 5,8, der pKNH2 liegt bei 9,3 und der pKCOOH liegt bei 2,4. Tryptophan fluoreziert unter der Einstrahlung von ultraviolettem Licht. Verschiedene Pflanzen und Mikroorganismen können die Aminosäure aus der Anthranilsäure oder der Shikimisäure herstellen. In der Industrie wird L-Tryptophan biosynthetisch aus Indol und L-Serin hergestellt.

Die Wirkung von L-Tryptophan

L-Tryptophan besitzt eine sehr stimmungsaufhellende, gewichtsreduzierende und beruhigende Wirkung. Im menschlichen Körper wird diese Aminosäure zu Serotonin umgewandelt und führt zu einem erhöhten Serotoninspiegel. Dieser lindert zuverlässig Depressionen und verbessert die Stimmung. L-Tryptophan hilft dem Organismus bei der Proteinsynthese und wirkt schmerzlindernd. Nebenwirkungen können in manchen Fällen auch auftreten und äußern sich in der Regel durch eine erhöhte Tagesmüdigkeit und durch Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle.

Bedarf

Der Bedarf an L-Tryptophan kann täglich mit einer Dosis von ca. 0,5 g abgedeckt werden. L-Tryptophan ist in zahlreichen natürlichen Nahrungsmitteln in geringen Anteilen enthalten, besonders geeignet für den Bedarf sind Sonnenblumensamen, Haferflocken, Rettich, Spinat und Thunfisch. Leistungssportler haben in der Regel einen höheren Bedarf als normale Menschen. Eine Dosierung von über 3 Gramm pro Tag sollte auf jeden Fall vermieden werden. Eine zu hohe Dosierung von L-Tryptophan kann unter Umständen zu einer Blutbildveränderung und Muskelschmerzen führen.